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Wie kriegt man alles (hin)?

Jeder von bestimmt stellt sich  ab und zu diese Frage. Vielleicht ist es ein Tag, an dem dein Studium anfängt und du noch jobben gehen muss. Oder wenn du schon nach dem Studium 5 Projekte gleichzeitig erledigen muss am liebsten schon gestern. Oder wenn man in Urlaub fährt, das Auto kaputt geht und man mitten im Pampa alle Probleme lösen soll.
Ich denke immer gerne an Szene aus dem Quentin Tarantino Film „Pulp Fiction“. Zwei Knackis stehen völlig ideenlos da und wissen nicht, was sie mit der Leiche im Auto machen müssen. Der Gangster-Boss beruhigt alle in dem er den „Mr. WOLF“ schickt. Mr. Wolf löst Probleme.
Wie macht er das?
Der WOLF kommt lasziv mit dem Porsche angerast und bekommt erstmal ein Kaffee, den er genüsslich schlürft. Dann erteilt er ein Paar Befehle und schlürft an seinem Kaffee weiter.
Was sind diese Befehle?

1. Die Knackis sollen die Leiche wegräumen, das Auto säubern und auf die Rücksitze die Decken legen.
2. Sie sollen sich auch waschen und anschliessend umziehen.
3. Das gewaschenes Auto wird vom Mr. Wolf zum Autohändler gebracht.

So… Genau so muss man vorgehen.
Als erstes müssen wir für uns entscheiden: wo liegt die Leiche das Probleme? 
Das heiß aus den Tausenden Problemen sollte man das schwerwiegendes wählen und als erstes es auch lösen. Um die Problem/-Leiche unter dem Berg der Problemen auszugraben, sollte man die Problemskriterien setzen. 
Manche Sprechen dabei von den Prioritäten. Was ist am wichtigsten, was ist dringend?

Die Prioritäten zu setzen ist schwer, danach werden aber die Entscheidungen leichter…

Fortseztung folgt.

Django Unchained – „Siegfried-Sage als Spaghetti-Western in schwarz“

Django_Unchained

Django_Unchained

„Die Siegfried-Sage ist ein Spaghetti-Western!“, sagt Quentin Tarantino über sein neuesten Werk „Django Unchained“.

Nach einer verlängerten Tarantino-Abstinenz bekenne ich mich wieder zu seinem cholerischen Fan.
„Django“ ist wundervoll. Halleluja! Der genialer Schöpfer von „Pulp Fiction“ ist wieder im kreativen Sattel.
Was für ein cineastisches Feuerwerk!
Humor, Kunst und Raffinesse der Kitsch von Italowestern gemischt mit den klassischen Nibelungen-Stoff.
Mmmm… ein Genuss für den Hirn und die Sinne!
Ein fantastischer Cast: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson, Kerrie Washington. Herr Waltz spielt alle an die Wand muss ich zugeben, trotz meiner ewigen Liebe zum Jamie Foxx, den ich für Ray Charles Darbietung für immer in mein Herz einschloss. Die Gastauftritte von Franco Nero und Don Johnson sind Highlights.
Die Charakteren sind faszinierend. Beim King Shulz (C. Waltz) weißt man nicht recht ob er gut oder böse ist, so wie bei Django selbst es auch nicht leicht zu beantworten ist.
Die klassische Western-Kombination „The good, the bad and the ugly“, die schon von Sergio Leone ausgeführt wurde, wird auch von Tarantino nicht außer Acht gelassen.
Alle Figuren haben mehrere Schichten und mindestens zwei Gesichte.
Mein Liebling ist Stephen geworden, gespielt von leicht theatralischen Samuel L. Jackson. Der Plantagen Verwalter, der sein wahres Gesicht (und Körper) nur in der letzen Szene zeigt, hat mich mitgerissen und ich kann nicht aufhören über ihn nachzudenken.
Ist er ein schwarzer Sklaven-Richelieu? Ein Strippenzieher, der klüger als alle sein muss und sich deshalb als ein gebrechlicher und nicht besonders kluger Alter maskiert?
Ach, was für ein Typus!!!
Die Story, das Tempo, der Soundtrack haben wieder so viel Energie, dass es nur funkt zwischen dem Publikum und der Leihwand. Die Gags sind einfach gut und man lacht über die Hälfte des Films fast ununterbrochen.
Fazit: einer der besten Filme in den letzen 5 Jahren!
Tja und rassistisch in diesem Film sind nur die Fragen von gewissen Regisseuren über Rassismus und ungeeigneten dafür Kunst…